Wann haben Sie das letzte Mal „Danke“ geschrieben?

Ein „Danke“ ist nicht nur ein Wort, sondern schafft ein Gefühl

„I’ve learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.“ – Maya Angelou

Ein kurzer Post von Daniel Goleman, hat mich so berührt, dass ich einfach daraus einen Artikel

Ein Danke schafft Wertschätzung

Ein Danke bewirkt Wunder

schreiben muss. Daniel Goleman verweist auf einen Artikel in Psychology Today zu der erstaunlichen Wirkung von „Thank-you“ Notes. Warum hat mich dieser Post, der eigentlich nur das Foto eines Post-its mit einem „Thank you“ zeigt, so berührt? Vielleicht weil eine Sehnsucht nach genau so einer Notiz in mir aufwallt? Vielleicht weil gerade heute Morgen der Klassenlehrer meines Sohnes, eine sehr charmante und authentische Dankes-Email an Eltern und Kinder geschickt hat und ich die Wirkung bei mir und bei meinem Sohn hautnah erleben konnte? All diese Beispiele, drücken eins aus: Wertschätzung.

Wir erinnern uns an ein Danke, weil wir Gefühle nicht vergessen

Am Anfang meiner Karriere vor mehr als 20 Jahren habe ich einen handgeschriebenen Brief von meinem Firmenchef zu meiner ersten Beförderung bekommen. Diese Karte habe ich nie vergessen. Dem Chef dieser 1000 Mann Unternehmensberatung schien es wichtig zu sein, den persönlichen Kontaktpunkt herzustellen. Ich habe mich gefreut, ich habe mich wertgeschätzt gefühlt. Es ging weniger um die Worte, sondern um das Gefühl, das mit dieser handgeschriebenen Karte einher ging. Diese Karte damals war keine reine Dankeskarte. Es war eine Mischung zwischen Glückwunsch und Danke und sie war voll von Wertschätzung. Hier hatte sich jemand Mühe gegeben, wirklich herauszufinden, was ich das letzte Jahr in dieser Firma gemacht hatte. Eine Anerkennung für meine Arbeit. Sie hat eine Nähe hergestellt in einer Firma, die längst die Größe der „persönlichen Bekanntheit“ hinter sich gelassen hatte. Sie hat Wertschätzung gegeben, sie hat eine Beziehung etabliert, sie hat meine Identifikation mit der Firma erhöht, sie hat mir als Vorbild in der Zukunft gedient. All das aufgrund von ein paar Zeilen und ein bisschen aufrichtiger Zeit. Sie hat aber auch diese Sehnsucht entstehen lassen, so etwas nochmal zu bekommen, was im Arbeitsumfeld schriftlich tatsächlich nie wieder passiert ist. Natürlich weiß ich, dass dieser Firmenchef, zwar die Karte selbst geschrieben, aber natürlich nicht selbst recherchiert hatte, trotzdem hatte sie diese Wirkung.

Ein Danke gehört auch in den Job, es schafft Wertschätzung

Wann haben Sie das letzte Mal eine „Danke“-Karte bekommen? Vielleicht nach der letzten Geburtstagsfeier oder war es vielleicht die Karte eines Konfirmanden und eines Hochzeitspaares oder war es das 20-jährige Firmenjubiläum? Solch formalen Anlässe sind heute fast die einzigen Situationen, in denen wir noch ein schriftliches „Danke“ zugesendet bekommen. Aber wie sieht es bei der Arbeit aus? Natürlich findet sich in einigen Mails ein „Danke“, vor allem ein „Danke im voraus“ aber so ein Danke als Beilage zu lauter Wünschen und Forderungen meine ich nicht. Ich spreche von einem reinen Danke, das allein steht, das der Mittelpunkt der Nachricht ist.

Wann haben Sie das letzte Mal genau so eine Nachricht selbst geschrieben? Privat oder bei der Arbeit? Welcher Kollege oder Mitarbeiter hätte genau so eine Danke-Karte verdient? Was wäre wohl die Wirkung von genau diesem Danke?  Dankbarkeit oder „Gratitude“ im Englischen ist eins der großen Zauberworte, wenn es darum geht, mehr Zufriedenheit zu erlangen, das zeigt die Forschung immer wieder. Der Artikel aus Psychology Today, verweist auf eine aktuelle Forschung, die zeigt, dass der Nutzen beiderseits ist, nicht nur der Empfänger fühlt sich besser, nein auch der Schreiber. Ein echtes Win-Win. Echtes „Danke“-Sagen ist für mich eine Leadership Skill im Privaten wie im Beruflichen. Ein authentisches Danke schätzt wert, vergibt, motiviert, berührt und erfreut. Alles Dinge, die uns um ein Vielfaches zurückgeben, was wir anfangs investiert haben. Wann verschenken Sie das nächste Mal Wertschätzung? Also, wann schreiben Sie ihre nächste oder vielleicht auch erste „Danke“ -Notiz?

 

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